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Ich über mich...

» Portrait

Mein Leben war von klein auf vom Sport geprägt. Durch meine sportlichen Großeltern und meine Mutter war mir das eigentlich schon in die Wiege gelegt worden. Meine Großeltern waren in ihrer Jugendzeit aktive Schwimmer und Rettungsschwimmer, allerdings schwammen sie überwiegend in freien Gewässern und selbst die ersten öffentlichen Bäder waren natürlich nicht mit den heutigen Standards zu vergleichen. Wenn sie nicht schwammen, widmeten sie sich hauptsächlich der Leichtathletik und dem Turnen. Meine Großmutter spielte im Sommer leidenschaftlich gerne Feldhandball, mein Großvater machte einige Ausflüge in die Schwerathletik.

Meine Großmutter arbeitete später als Bademeisterin und als Sportlehrerin am Gymnasium. Nebenbei hat sie im Verein als Übungsleiterin Turnen, Gymnastik und Leichtathletik unterrichtet. Meine Mutter war ebenfalls immer sehr sportlich und ist immer noch als Schwimmerin aktiv. Im Juni 2004 nahm sie erfolgreich an den Weltmeisterschaften der Senioren teil und erreichte einen neunten Platz in ihrer Altersklasse. Es erübrigt sich fast zu erzählen, wie meine Laufbahn begann. Ich musste als Kind einfach mit: Kinderturnen, Leichtathletik und Schwimmen!

Als Schwimmerin erreichte ich einige Erfolge, dennoch erlahmte mein Ehrgeiz und mit 14 Jahren wollte ich unbedingt Wasserball spielen. Es gab damals keine Damen-Wasserballmannschaft vor Ort und ich trainierte bei den Männern des SV Neptun Emden. Für mich war das kein Problem, denn mein Vater war der Trainer! Um endlich in einer Mannschaft spielen zu können, musste ich nach Aurich zum Training, der MTV Aurich hatte eine Damen-Mannschaft.

Ich konnte nicht nur gut schwimmen, sondern auch gut mit dem Ball umgehen. So brachte mich unser Trainer nach Hannover zum Landestrainer. Mit meinen 15 Jahren war ich die Jüngste im Team und der Landestrainer bescheinigte mir großes Talent und die Aussicht, bald in der Nationalmannschaft zu spielen. Dazu kam es leider nicht.

Nach dem Abitur startete ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau in einer Emder Maschinenbaufirma. Ich hatte vorerst genug von der Schule und wollte die Arbeitswelt kennen lernen. Inzwischen hatte sich unsere Wasserballmannschaft in Aurich aufgrund mangelnder Besetzung aufgelöst und ich hatte ein neues sportliches Hobby gefunden: den Langstreckenlauf. Zuerst absolvierte ich Volksläufe über fünf und zehn Kilometer, später dann Marathonläufe. Zwei Jahre später schloss ich die Ausbildung ab und verfolgte ein ganz anderes Ziel: Ich wollte ein Jahr im Ausland verbringen, um meinen Horizont zu erweitern. Ich fand eine Familie in den USA, dessen Vater aus Ostfriesland stammte und seit langem in den USA beheimatet war.

Ich machte mich also 1992 auf, um ein Jahr als Kindermädchen in Washington D.C. zu verbringen. Ich kann noch heute von den Erfahrungen zehren, die ich in diesem einen Jahr in den Staaten machte. Abgesehen von der Erweiterung des englischen Sprachschatzes, habe ich natürlich in meiner freien Zeit auch andere Städte der Ost- und Westküste kennen gelernt und viele interessante Kontakte geknüpft. In der Nähe Washingtons lief ich meinen ersten Marathon.

Zurück in Deutschland steigerte ich mein Laufpensum und engagierte mich in der Emder Laufgemeinschaft als Jugendwartin. Ich leitete eine Kindergruppe. Mich reizte, mal an einem Triathlon teilzunehmen, da ich als gute Schwimmerin und Läuferin nur noch das Radtraining mit in meine Vorbereitung einbauen musste. So nahm ich in den Jahren 1993, 1994 und 1995 an einigen Kurz-Triathlon-Veranstaltungen teil.

1993 begann ich auch mit dem Sportstudium in Oldenburg. In dieser Zeit folgten noch zwei weitere Marathonläufe in Hamburg. Inzwischen war mir klar geworden, dass für mich nichts anderes in Frage kam, als auch professionell im Sport zu arbeiten. Das Studium bot mir die Möglichkeit, Sportarten auszuprobieren, die ich bisher durch mein Engagement in den anderen Sportarten nicht ausüben konnte. Als ich schon fast am Ende meines Studiums war, besuchte ich das Seminar Karate, das zum ersten Mal im Semester angeboten wurde.

Die Erfahrungen, die ich dort machte, sollten mein Leben von Grund auf verändern. In diesem Seminar lernte ich 1997 meinen heutigen Ehemann Alexander kennen, der mich fortan im traditionellen Taekwon-Do unterrichtete. Ich war von Anfang an Feuer und Flamme. Diese allumfassende Form der Ausbildung von Körper, Geist und Charakter, wie sie alle traditionellen Kampfkünste vorsehen, war für mich etwas völlig Neues und in jeder Hinsicht erstrebenswert.

Durch Alexander lernte ich Großmeister Jürgen Paterok kennen, der mein Talent entdeckte und mich täglich trainierte. Nur wenige Wochen, nachdem ich Alexander kennen gelernt hatte, zog ich zu ihm, seinem Lehrer Jürgen und anderen Budosportlern, die gemeinsam einen alten ostfriesischen Gulfhof bewohnten, den sie in mühevoller Knochenarbeit aus- und umgebaut hatten. Die ehemalige Scheune wurde zum Dojang (koreanisch: Trainingsraum) umgebaut, damit die Schüler täglich trainieren konnten. Seither werde ich von Jürgen Paterok in der traditionellen Kampfkunst, im Kickboxen und im Boxen trainiert.

Heute, viele Jahre später, sind noch weitere Schüler in unser "Budo-Haus" gezogen und wir sind immer noch dabei, Garten und Hof zu verschönern. Vor einigen Jahren wurde ein Gym eingerichtet, in dem Ausdauer und Kraft optimal trainiert werden können.

1998 bekam ich die Gelegenheit, meinen ersten Vollkontakt-Kampf zu bestreiten und gewann diesen mit einem technischen K.o. Damit war der Grundstein für eine Karriere als Kämpferin gelegt. Meine Trainingspläne wurden nun mit dem Schwerpunkt Kampf definiert.

Sie beinhalteten sowohl Grundlagentraining (Laufen, Krafttraining, Gymnastik), als auch spezifische technisch-taktische Übungen. Dennoch blieb es mir wichtig, regelmäßig Taekwon-Do zu trainieren, um stetig meinem ursprünglichen Ziel, den 1. DAN abzulegen, näher zu kommen.

Mein Studium schloss ich 1999 ab, nebenbei hatten wir mit einigen Freunden ein Fitness-Center eröffnet, in dem ich als Trainerin arbeitete. Schon während der Endphase meines Studiums erhielt ich einen Job im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und unterrichtete arbeitssuchende Erwachsene. Obwohl ich dort gerne gearbeitet habe, zögerte ich nicht lange, als sich eine andere Möglichkeit ergab. Denn im Jahr 2002 bekam ich die Zusage, als Diplom-Sportlehrerin an der Fachhochschule der Polizei in Oldenburg zu arbeiten. Hier fand ich optimale Bedingungen vor, um mein Hobby mit meinem Beruf zu verbinden.

1998 gewann ich die Deutsche Meisterschaft der WAKO im Vollkontakt-Kickboxen. Diesen Titel - und mehrere Deutsche Meistertitel im Semi- und Leichtkontakt - habe ich viele Male verteidigt. Im Jahre 2000 nahm ich an den Europameisterschaften in Moskau teil und wurde Vize-Europameisterin. Den Höhepunkt meiner Karriere im Kickboxen bildete der Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft im Vollkontakt-Kickboxen in Paris im Oktober 2003.

Parallel zum Kickboxen strebte ich nun auch im Boxen eine Kampfsportkarriere an. Im August 2001 wurde ich unter großem Beifall der Vereinskollegen vom Verein für traditionellen Budosport und der Oldenburger Fans Profi-Europameisterin im Superweltergewicht. Im Jahr 2002 flog ich in die USA und boxte gegen Jacqui Frazier-Lyde, Tochter des legendären Boxers Joe Frazier. Jacqui Frazier gewann diesen Kampf nach einem umstrittenen Urteil durch Abbruch in der dritten Runde.

Ostern 2003 legte ich dann die Prüfung zum 1. DAN im Traditionellen Taekwon-Do der International Taekwon-Do and Budosports Federation (ITBF) und auch im Karate-Do des Deutschen Karate Verband e.V. (DKV) mit einem guten Ergebnis ab.

Nach einer fast zweijährigen Pause im Boxen wurde uns im März 2004 das Angebot gemacht, um den vakanten WM-Titel im Superweltergewicht der WIBF zu kämpfen. Damit sollte mein ursprünglicher Wunsch, einmal Weltmeisterin zu werden, in Erfüllung gehen. Nach harten Trainingswochen gewann ich den Kampf gegen die Ex-Weltmeisterin Marischa Sjauw aus den Niederlanden durch technischem K.o. in der zehnten Runde.

Von den Lesern der Ostfriesen-Zeitung wurde ich dreimal in Folge zur Sportlerin des Jahres gewählt. In Oldenburg gewann ich im Jahr 2002 den gleichen Titel. Die Wahl wurde hier durch die Nordwest-Zeitung und den Stadtsportbund Oldenburg organisiert.

Neben all dem Training und den Erfolgen ist es mir sehr wichtig, dass ich mein Wissen, das mir mein Trainer und Mentor Jürgen Paterok ja auch in mühevoller Arbeit hat zuteil werden lassen, an den Nachwuchs weitergeben kann.

Auf der Grundlage meiner Übungsleiterlizenzen der ITBF und des DKV trainiere ich zur Zeit hauptsächlich Boxer und Kickboxer - sowohl Kinder als auch Erwachsene- und betreue verschiedene Leistungssportler. Als Vorstandsmitglied unseres Vereines liegt es mir natürlich am Herzen, die Interessen des Vereins in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Durch mein Studium und mein Engagement im Boxen bekam ich nun vor einiger Zeit die Idee, die beiden Komponenten zu verknüpfen. Da ich mein Studium nun schon vor einigen Jahren abgeschlossen hatte, war es für mich an der Zeit, nicht nur meinen Körper zu trainieren, sondern auch den Geist vermehrt zu "füttern". Ich beschloss, mich auch theoretisch mit dem recht jungen Feld des Frauenboxens zu befassen und suchte nach einschlägiger Literatur. Da dieser Bereich der Sportwissenschaft jedoch noch kaum erforscht ist, verstärkte dies meinen Wunsch, das zum Thema meiner Promotion werden zu lassen.

Angeregt durch meine Erfahrungen und Kontakte im Bereich des Amateur- und Profiboxens der Frauen, interviewte ich Leistungsboxerinnen aus beiden Lagern, Funktionäre und Manager und habe die Entwicklung des "Feldes Frauenboxen" in Deutschland detailliert nachgezeichnet und analysiert. Die Arbeit habe ich 2012 erfolgreich an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu Ende gebracht.

10 Fragen - 10 Antworten...

» Portrait

Was magst Du am Boxsport?
Bei einem guten Kampf sehe ich die Ästhetik des Sports und die pure Lebensenergie, die mich als Zuschauerin erfasst. Für mich ist das Boxen eine große Herausforderung. Anstrengung, Selbstdisziplin, Kondition und Kopfarbeit - es kommt alles zusammen.

Welche Musik hörst Du gerne?
R’n’B, Hip Hop und klassische Violinenkonzerte. Ich bin jemand, der eher beim Autofahren Musik hört. Erst kürzlich habe ich die Musikerinnen Amy Winehouse und Anna Thernheim für mich entdeckt, die mir sehr gefallen.

Schaust Du gerne Filme?
Ja, eigentlich schon. Aber mir bleibt dazu nur selten Zeit. Meine Lieblingsschauspieler sind u.a. Moritz Bleibtreu, Jean Reno, Leonardo di Caprio, Sigourney Weaver und Jodie Foster.

Was liest du gerne?
Meistens wälze ich Sachbücher, die mir auch bei meinem Studium helfen. Ansonsten lese ich Werke von Philipp Roth, John Iving, Joyce C. Oates und neuerdings auch von F. von Schirach. Meine Lieblingsbücher sind "Der Nazi & der Friseur" von Edgar Hilsenrath, "Gespräche mit Gott" (Autor: Neale Donald Walsch) und "Der menschliche Makel" von Philipp Roth.

Gegen wen möchtest Du unbedingt noch in den Ring steigen? Gegen wen nicht?
Mit meinen WM-Kämpfen und dem Fight gegen Jacqueline Frazier-Lyde habe ich ja schon einige Highlights erlebt. Ich würde auf jeden Fall gerne Lucia Rijker kennen lernen und auch gegen sie boxen. Die Art, wie sie im Ring agiert und ihre Persönlichkeit dabei, das gefällt mir. Aus dem Weg gehen würde ich in meiner Gewichtsklasse niemand. Ich trainiere ja fast nur mit Männern, wenn soll ich da also fürchten?

Was sind aus Deiner Sicht Deine menschlichen Stärken?
Das müssen eigentlich andere beurteilen. Ich denke, mein Wille ist sehr stark. Was ich will, das erreiche ich eigentlich auch - egal wie schwer es ist. Ich bin teamfähig, positiv und sachlich zugleich, kann gut mit Menschen umgehen und glaube, dass ich anderen Menschen recht gut etwas beibringen kann.

Was ist Dir wichtig im Leben?
Für mich steht das harmonische Leben mit meinen Freunden und meinem Mann im Vordergrund. Das gibt mir Stärke und das nötige Gleichgewicht für den anstrengenden Alltag sowie meine persönliche Weiterentwicklung. Ich möchte als Sportlerin und Lehrerin ein Vorbild sein und setze mich dafür ein. Ein täglicher Bestandteil meines Lebens, und daher sehr wichtig für mich, ist die Meditation.

Portrait...

» Portrait

Wer Heidi Hartmann kennen lernt, der ist meist überrascht. Sie ist keine Athletin mit Starallüren oder extravaganten Ansprüchen. Doch - auch daraus macht sie keinen Hehl - die 38-Jährige steht mitten im Leben und weiß genau, was sie will.

Die gebürtige Emderin ist bodenständig. Ihre Lebensart ist trotzdem für Fremde eher ungewöhnlich. Denn sie wohnt gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander in einer Wohnung auf einem ostfriesischen Gulfhof in der Gemeinde Uplengen (bei Oldenburg).

"Hier leben mehrer Generationen unter einem Dach. Uns verbindet die Freude am Budosport. Der Hof wurde von den Bewohnern mühevoll zu einem Gebäude mit mehreren Wohnungen und einem Trainingszentrum umgebaut", erzählt Hartmann.

Und ergänzt: "Für mich ist das ideal. Wir haben hier auch Büroräume, so kann ich an einem Platz arbeiten, lernen, wohnen und gleichzeitig trainieren. Zeitaufwendige Anfahrtswege erspare ich mir. Damit habe ich auch die Möglichkeit, sehr vielseitig zu sein."

Denn die Profiboxerin unterrichtet als Referendarin die Fächer Sport und Deutsch am Gymnasium, schreibt an ihrer Doktorarbeit (Sportsoziologie), arbeitet im Verein für Traditionellen Budosport als Trainerin, kümmert sich um ihre Hunde und ist gleichzeitig noch Ehefrau.

Als Leistungssportlerin feierte Hartmann zunächst im Taekwon-Do und Kickboxen Erfolge. Parallel startete sie mit dem Boxsport. "Mir Trainer Jürgen Paterok riet mir, es auch mit dem Boxen zu versuchen, da ich auch anfangs schon eine gute Schlagkraft besaß", blickt Hartmann zurück.

"Es dauerte dann aber einige Zeit, bevor ich mich überhaupt zum ersten Mal im Boxring messen konnte. Am 13. Mai 1999 war es dann soweit", erinnert sie sich. In Zetel bezwang die damals 28-Jährige ihre Gegnerin Nicole Schäfer nach Punkten.

Die erste große internationale Bewährungsprobe folgte im August 2001 in Oldenburg. In der vierten Runde deckte die Lokalmatadorin die Rumänin Iordana Tone mit einem wahren Schlaghagel ein und gewann durch technischen K.o. die Europameisterschaft im Superweltergewicht.

Hartmann blieb auch damals realistisch. "Millionen werde ich wohl auch als Europameisterin nicht verdienen", erklärte sie nach dem Erfolg im Interview mit dem NDR Fernsehen. Doch immerhin wurde man nach dem Sieg weltweit auf die Deutsche aufmerksam.

So kam es am 27. Juli 2002 in Norfolk, US-Bundesstaat Virginia, zum großen Showdown mit Jacqueline Frazier-Lyde, der Tochter des früheren Schwergewichtsweltmeisters Joe Frazier. Dabei musste sich Hartmann erstmals geschlagen geben.

"Es ging um die WIBF-Intercontinental Meisterschaft im Supermittelgewicht", schaut Hartmann zurück, "Jacqui war viel schwerer als ich. Ich kam gerade ein bisschen besser in den Kampf, da geriet ich unter Druck. Ich ging in die Knie, doch kam schnell wieder hoch. Trotzdem brach der Referee sofort ab."

Ohne zahlungskräftigen Veranstalter und Fernsehsender im Rücken führte die in der Nähe von Oldenburg lebende Athletin danach fast ein Schattendasein. So feilte sie erst einmal wieder vermehrt an ihrem Kickbox- und Taekwon-Do-Werdegang.

Doch im Mai 2004 kehrte Hartmann auf die große Bühne des Boxgeschäfts zurück. Sie bekam die Gelegenheit, um die WIBF-Weltmeisterschaft zu kämpfen. Gegen die als Favoritin eingeschätzte Marischa Sjauw siegte sie in Kiel überraschend durch technischen K.o. in der zehnten Runde.

Trotzdem wurde es um die WIBF-Titelträgerin im Jr. Mittelgewicht zwischenzeitlich noch einmal stiller. Ein bisschen vom Pech verfolgt musste sie den für Juli 2005 geplanten WM-Fight nach einem Schleudertrauma in Folge eines Autounfalls absagen.

Doch der 1. Oktober 2005 beförderte Heidi Hartmann zurück ins Rampenlicht. Sauerland Event setzte darauf, die Norddeutsche vor heimischer Kulisse in Oldenburg zu präsentieren. Ein genialer Schachzug, denn die Lokalmatadorin erwies sich als Zugpferd für das Publikum.

Zudem fegte Hartmann ihre Kontrahenten Mariana Garcia aus der Dominikanischen Republik in der ausverkauften EWE ARENA mit einem K.o.-Sieg im Kampf um den WIBF-Titel im Mittelgewicht nach nur einer Minute und 53 Sekunden aus dem Ring.

Im März 2006 verteidigte Hartmann vor heimischer Kulisse den WIBF-Titel im Jr. Mittelgewicht. Gegen die Bulgarin Borislava Goranova setzte sie sich unter dem Jubel der Zuschauer einstimmig nach Punkten durch.

Manager Wilfried Sauerland zeigte sich begeistert: "Der Auftritt von Heidi Hartmann hat mir gut gefallen." Und deshalb wird es jetzt nicht wieder ruhiger um die WIBF-Weltmeisterin werden. Ring frei für Heidi Hartmann - der Frauenboxsport hat eine neue Protagonistin.

Curriculum Vitae...

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Persönliche Daten

Name: Dr. Heidi Hartmann, geb. Luitjens
Geburtsdatum: 26. März 1971
Geburtsort: Emden
Wohnort: Großsander
Familienstand: verheiratet
Staatsangehörigkeit: deutsch
Größe: 1,80 Meter
Trainer: Jürgen Paterok

Schulausbildung

1977 - 1981 Grundschule Loppersum
1981 - 1983 Orientierungsstufe Hinte
1983 - 1990 Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden, Abitur

Berufsausbildung

1990 - 1992 Ausbildung zur Bürokauffrau bei der Ostfriesischen Maschinenbau AG (OMAG) in Emden
1992 - 1993 Aufenthalt als Au-pair Mädchen in den USA, Washington D.C.

Studium

1993 - 1999 Magisterstudium an der Carl-von-Ossietzky Universität in Oldenburg, Fächer: Sportwissenschaft/Pädagogik
1999 Erfolgreicher Abschluss des Studiums mit Magister
2004-2007 Lehramtsstudium (Gymnasium), Fächer: Sport und Germanistik
2012 Promotion in der Sportsoziologie, Betreuer: Prof. Dr. Thomas Alkemeyer

Beruflicher Werdegang

1997 - 1999 Mitarbeit am Aufbau des Fitness-Studios Vitalis in Remels, anschließend als Fitness-Trainerin tätig
10/98 - 09/01 Dozentin in der Erwachsenenbildung beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft GmbH in Leer und Papenburg
09/01 - 06/02 Sozialpädagogin an der Haupt- und Realschule Augustfehn
06/02 - 10/04 Diplom-Sportlehrerin an der FH für Rechtspflege und Verwaltung, Fakultät Polizei, Oldenburg
12/07 - 09/08 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Sportwissenschaft, Uni Oldenburg
11/08 - 04/10 Referendarin für die Fächer Sport und Deutsch am Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden
seit 08/10 Studienrätin am Gymnasium Dörpen (Emsland)

Lizenzen

Übungsleiterin für Selbstbehauptung und Selbstverteidigung (DOSB)
Kampfrichter C-Lizenz in der International Taekwon-Do and Budosports Federation (ITBF)
Trainer B-Lizenz im Deutschen Karate Verband e.V. (DKV)
Übungsleiter-Lizenz in der International Taekwon-Do and Budosports Federation (ITBF)
DTB-Aerobic-Trainer
Trainerlizenz Kara-T-Robics

Funktionen

Vorstand Leistungssport im Verein für traditionellen Budosport e.V.


Größte Erfolge

Boxen

2006 in Oldenburg: Gewinn der WIBF-Weltmeisterschaft im Junior-Mittelgewicht gegen Borislava Goranova (Bulgarien)
2005 in Oldenburg: Gewinn der WIBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht gegen Mariana Garcia (Dominikanische Republik)
2004 in Kiel: Gewinn der WIBF-Weltmeisterschaft im Superweltergewicht gegen Marischa Sjauw (Niederlande)
2001 in Oldenburg: Gewinn der Europameisterschaft im Superweltergewicht gegen Iordana Tone (Rumänien)

Kickboxen

2003: Vize-Kickbox-Weltmeisterin der WAKO im Vollkontakt, Paris
2003, 2002: Deutsche Kickbox-Meisterin der WAKO im Leichtkontakt
2003, 2002, 2001, 2000, 1999: Deutsche Kickbox-Meisterin der WAKO im Vollkontakt
1998: Deutsche Kickbox-Meisterin der WAKO im Semikontakt
2001, 2000: Internationale Deutsche Kickbox-Meisterin der WAKO im Leichtkontakt
2001, 2000: Internationale Deutsche Kickbox-Meisterin der WAKO im Vollkontakt
2000: Vize-Kickbox-Europameisterin der WAKO im Vollkontakt, Moskau

Budosport

2004 in Oldenburg: Goldmedaille Offene Europameisterschaft (IBF) im Teamkampf
2004 in Oldenburg: Silbermedaille Offene Europameisterschaft (IBF) im Semikontakt in Oldenburg
2001 in New York: 1. Platz bei den All American Open Championships (WCMA), Formen
2000 in New York: 1. Platz bei den All American Open Championships (WCMA), Bruchtest
1999 in New York: 1. Platz bei den All American Open Championships (WCMA), Semikontakt

Weitere Erfolge von Heidi Hartmann finden Sie auf der Internetseite des Vereins f?r tradionellen Budosport e.V. unter:

www.vtbev.de/index.php?id=449